ReinhardDie Corona-Pandemie hat unser Leben in vielen Bereichen schlagartig verändert. Solch eine offene Situation erzeugt auch Unsicherheiten. Trotzdem sehen wir keinen Anlass zur Panik, aber zur umfassenden Vorsorge. Die Linksfraktion / Offene Liste unterstützt die Schutzmaßnahmen der Landesregierung und der Stadt Paderborn. Jetzt ist Zusammenhalt und Solidarität gefragt.

In Paderborn gibt es Anlaufstellen für Hilfsbedürftige und Gruppen von freiwilligen Helfer*innen. - Wer Hilfe benötigt, kann Sie sich u.a. an die Gruppe „Unser Hochstift rückt zusammen“ wenden, die unter der Telefonnummer (05251) 544 95 13 zu erreichen ist (Nachricht auf Band hinterlassen).

"Gesundheit ist keine Ware"

Es gibt aber auch gesellschaftliche Bereiche, in denen noch nicht ausreichend vorgesorgt ist. Lange galt das Motto: Privat vor Staat. Daher leiden die Krankenhäuser seit Jahren unter dem Wettbewerb und massiven Einsparungen. Ausreichend und angemessen bezahltes Pflegepersonal fehlt. Wir meinen, Gesundheit ist keine Ware die sich rechnen muss. Sie muss Menschen gesund erhalten.

Zuschuss für die Gesundheitsvorsorge

Aber auch andere Beschäftigte sind betroffen. In Paderborn arbeiten ca. 14.000 Menschen im Niedriglohnsektor. Dort bringen Lohnausfälle Familien schnell in Bedrängnis. Hilfskräfte werden als erste entlassen, befristete Verträge nicht verlängert. Das Kurzarbeitergeld ist notwendig. Aber während die Arbeitgeber die Sozialversicherungskosten komplett erstattet bekommen, sinkt der Lohn auf 60% (67% mit Kindern). Das wirkt sich direkt im Alltag der Menschen aus und später auch bei der Rente. Gerade Rentner*innen, Arbeitslose und behinderte Menschen, die Sozialhilfe erhalten, brauchen einen Zuschuss für die Gesundheitsvorsorge. Und nicht zu vergessen die Soloselbständigen und Künstler*innen, bei denen jeder Ausfall existenzbedrohend ist.

Wir treten neben der Gesundheitsvorsorge für eine umfassende soziale Vorsorge ein.

Foto: Reinhard Borgmeier, Ratsherr für die Linksfraktion / Offene Liste